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von Sylvia:
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Bilder
von mir selbst:
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So, jetzt komme ich zu meinem besonderen Highlight. Bei diesem Konzert fing es schon
an, schwer zu werden an Karten aufgrund der immensen Nachfrage zu kommen. Eine
Freundin von mir, die nimmermüde Sylvia,

Sylvia
hat dann tatsächlich noch zwei
Tickets aufgetrieben... zwar zu horrenden Preisen, aber es war es wert, wie sich
dann noch zeigen sollte. Das Konzert selbst war sehr beeindruckend.... vor allen
Dingen mitzuerleben, wie die Stücke von PILGRIM live ein Eigenleben eingehaucht
und richtig Dampf bekamen. Besonders berührt hat mich TEARS IN HEAVEN, das ich
ja hier das erste mal live im Konzert erlebt habe. Da flossen das zweite Mal in
einem EC Konzert ein paar Tränen.
Opening Act durfte BONNIE RAITT sein. Das hat
mich allerdings wenig berührt.
Mit uns sind noch zwei Freunde,
der Michael "Chappi" und Markus in Frankfurt gewesen
und diese beiden hatten VIP-Lounge-Karten. Zu viert

Markus, Pit, Sylvia und Chappi
haben wir uns dann nach dem
Konzert in eben diese VIP-Lounge

begeben (mit ein wenig Überredungskunst und
Kaltschnäuzigkeit ging das, denn es waren ja nur zwei VIP-Karten verfügbar).
Junge Damen sind hier dann mit Tabletts voller Wein und Snacks umhergelaufen -
alles für umme versteht sich... Da haben wir natürlich erst mal zugelangt. Auch
Gitarrensaiten

konnte man bekommen... echt krass. Jemand ließ dann verlauten,
dass weiter vorne auch Gitarren stehen würden, und da wurde ich natürlich
neugierig. Also lies ich die anderen erst mal stehen und machte mich auf, diese
Gitarren zu suchen... ich lief durch den Saal, fand keine Gitarren, dabei musste
ich mich durch eine dichte Menschentraube durchschieben, fand immer noch keine
Gitarren, also wieder zurück, wieder durch die Menschen durch und siehe da...
da standen sie... eine Fender VW-Soundfoundation lackierte Mexiko-Strat und was
noch... natürlich eine Fender EC-Signature Strat in schwarz. Also nix wie hin
und was sehen meine entzückten Augen?... die sind ja sogar an solche kleine
Fender Transistor-Übungsverstärkerchen mit Kopfhörer angeschlossen und
eingeschaltet. Also "ready to rock"... Barhocker zum draufsetzen
standen auch parat... und so 'ne Einladung lass ich mir natürlich nicht entgehen.
Eine junge Dame stand als Aufpasserin dabei. Der Ordnung halber gefragt, ob ich
denn mal spielen könnte. Sie bejahte meine Frage, also Plektrum aus der Tasche
gefischt, die Tüte mit dem Merchandising-Zeuchs abgestellt, Kopfhörer auf, den
Barhocker in Beschlag genommen und zielgerichtet die EC-Strat geschnappt.

Selbst über Kopfhörer mit diesem Transe-Teil... verflucht, da war Clapton-Ton
drin. Es ist eine Super-Gitarre... vom Handling, die durchdachte Elektronik, der
Sound und das Aussehen stimmt auch. Während ich also so mein Zeuchs, was mir gerade einfällt, spiele... ein paar
EC-Licks (was sonst) und ein bisschen rum-soliert (hörte ja keiner außer
mir)... tippt mich dann so nach ungefähr 5 Minuten auf einmal jene weibliche
Aufpasserin auf die Schulter und gibt mir zu verstehen, ich solle doch mal den
Kopfhörer abnehmen... folgsam wie ich bin, tue ich dies und dachte, huch, iss
schon rum? Aber sie sagt zu mir: "Sie spielen gerade unter den Augen von
Eric Clapton". Ich denke... die will mich veräppeln... und will den Hörer
wieder aufsetzen... also wiederholt sie es noch mal etwas deutlicher und lauter:
"Sie spielen gerade unter den Augen von Eric Clapton"... jetzt sicher,
doch die Worte richtig verstanden zu haben aber nicht glauben zu können, schau
ich erst mal nach irgendwelchen kleinen versteckten Kameras oder so was... Aber
Fehlanzeige - nix zu sehen... immer noch wohl sehr ungläubig aus der Wäsche
guckend, zeigt sie nach rechts (aus meiner Sicht) und ich seh immer noch nix...
erst als ich mich dann etwas streck und biege, seh' ich IHN... ERIC CLAPTON, auch auf einem
Barhocker sitzend, den kleinen Pit Schmidt beim Klimpern beobachtend und dann lausbübisch
angrinsend. Das hat mich natürlich
mega-überrascht, aber ich behielt soweit die Fassung um auch freundlichst
"zurückzustrahlen" zu können und mit der Hand zu grüßen. Er musste
wohl der jungen Dame ein entsprechendes Zeichen gegeben haben... und ich wusste
jetzt warum da die Menschentraube war, welche ich zuvor zweimal durchquert habe ;-o)
Leute, dieses Lächeln war ein ganz anderes, als ich es jemals auf Fotos und in
Videos gesehen habe, denn es war sein persönliches, in diesem Moment nur für
mich, an einen anderen Gitarristen bestimmtes. Ich denke, es hat ihn gefreut,
zusehen, dass es auch in dieser von Schlipsträgern und Schickimicki-Schneckscher
geprägten VIP-Lounge noch "Gleichgesinnte". Zudem bin ich durch
meinen Kleidungsstil schon deutlich aus dem Rahmen gefallen... Cowboy Stiefel,
Motorrad-Lederjacke und ein grün/buntes Hippie-Hemd...

jouh, ich denke ich war der
einzige der dort so rumgelaufen ist. Zuerst bin ich mir da auch sehr deplaziert
vorgekommen. Ich war natürlich jetzt doch "etwas" verstört, hab aber
noch ein bisschen weitergespielt nachdem sich unsere Blicke wieder getrennt
hatten. Stellte dann brav die Gitarre wieder in ihren Ständer und machte mich
wieder auf den Weg zu meinen Leuten um ihnen die News zu stecken. Wir
beschlossen dann alle noch mal in aller Ruhe in Richtung EC zu gehen, weil
zumindest einen Blick wollten sie schon noch auf ihn werfen. Sylvia konnte sich
kaum noch zurückhalten und erheischte sich ein Autogramm auf ihren dafür
eigens mitgeschleppten A3-Format-EC-Kalender. Ihr war völlig klar, dass
wir ihn zu Gesicht kriegen. Manchmal glaub' ich, dass sie hat wirklich hypersensible
Voodoo-Fühler hat. Nun sie hatte recht behalten. Ich fasste mir dann doch ein Herz
und ging auf ihn zu, bereits mein gekauftes Tourprogramm bereithaltend nebst
einem Stift, und konnte ohne aufgehalten zu werden zu ihm gelangen... im
Nachhinein, denke ist dies auch nur möglich gewesen, indem er seinen Bodyguards
entsprechende Zeichen gegeben hatte... Und jetzt kommt's bevor ich auch nur
einen Ton meines zurecht gelegten Satzes sagen konnte, empfängt er mich mit den
Worten: "How do you like the guitar?". Innerlich noch mehr aus dem Konzept
gebracht, gelang es mir doch eine entspannte Antwort, dass ich sie toll fand und
sehr mag und dass ich in meiner Fender American Standard die
gleichen Tonabnehmer drin hab, aber eben nicht diese Mitten-Anhebung. *)
Er
quittierte dies mit einem freundlichen Lächeln, worauf ich mein Tourprogramm
mit Stift aus dem Beutel fingerte und ihn um ein Autogramm bat.
*)
ERGÄNZUNG: heute besitze ich zwei seiner Signature Gitarren... eine
1989 BLACKIE und eine 2004 Custom Shop BLACKIE. Ich wünschte, ich hätte sie
damals schon gehabt... *lol*

Bereitwillig gab
er mir dies auch, deutete dann jedoch an, wieder seine Ruhe haben zu wollen und
ich zog mich zufriedenst zurück. Es hat lange gedauert, bis ich das
Geschehene fassen konnte. Wir sprachen später noch mit Leuten von VW und die
meinten, wir wären die absoluten Glückspilze gewesen... erstens wäre er
während dieser Tour bis zu diesem Tag nie in der VIP-Lounge nach einem Konzert
aufgetaucht und zweitens niemand anderes hätte an dem Abend überhaupt noch
Autogramme bekommen und sie selbst auch noch nicht. Eric weilte wohl ca. eine
halbe Stunde in der Lounge bevor er sich wieder trollte. Währenddessen tauchte
dann auch noch der gesamte Rest der Band auf. Das gab mir die Gelegenheit ein
Autogramm vom großartigen STEVE GADD...

...dem Schlagzeuger, zu
bekommen.
Nach all den
Aufregungen musste die gute EC-Strat noch mal herhalten, die stand nämlich
immer noch parat. gegen halb vier nachts brachen wir dann auf gen Heimat nach
Darmstadt... schwebend, träumend, hundemüde und leicht benebelt vom
Frei-Rotwein.
Alles in allem bleibt zu sagen, dass es einer der schönsten Momente in meinem
Leben war. Dieses 'How do you like the guitar', ungefiltert durch irgendwelche
elektronischen Medien oder Verstärker, von Mensch zu Mensch -unplugged- hallt
heute noch in meinen Ohren. Ein Traum für mich, welcher Wirklichkeit
wurde. Als Sahnehübchen gelang es mir nach dem Konzert von Lee
Dickson noch ein Original-Guitar-Pick zu erhaschen.

Ich hatte die Geschichte mal in einem EC-Forum
gepostet... haben natürliche einige nicht geglaubt. Daher hab' ich lange (fast 6
Jahre) gezögert, das mal aufzuschreiben und in meine Homepage zu integrieren.
Aber jetzt soll's sein. Kann man so was erfinden? Nee, solche Geschichten
schreibt nur das Leben selbst.
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